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Wozu eine Wartungsklappe?

Bei meinen Recherchen zu wichtigen Ersatzteilen, Zubehör und Umbauten bin ich recht häufig darauf gestoßen, dass eine Wartungsklappe, auch Revisionsklappe genannt, für die Dieselpumpe bzw. Kraftstoffpumpe des Defender eine sehr gute Sache ist. Egal ob es Probleme mit der Elektrik der Pumpe, der Verschlauchung, der Pumpe selbst, oder oder oder gibt – an das Ding muss man wahrscheinlich einmal ran. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn sie nicht so schön praktisch direkt unter dem Tank sitzen würde (aus Sicht “unter dem Auto liegend” 😉 ). Im Falle einer Wartung oder Reparatur müsste also das gesamte, riesige, im schlimmsten Fall noch volle Ding erstmal ab, bevor man an die Pumpe kommt.Da erscheint die Aussicht, bei den Vorbereitungen im Innenraum noch einmal schnell ein Loch in den Boden zu flexen, als das deutlich kleinere Übel.

Wo sitzt die Dieselpumpe?

Um nicht alles auseinander bauen zu müssen, und vor allem um nicht an der falschen Stelle zu flexen, habe ich mich durch diverse Foren geklickt und durch Vergleiche und das Ausschlussverfahren die für uns passenden Daten gefunden.

Die Kraftstoffpumpe unseres Defender TD5 110 Baujahr 1999 versteckt sich 525mm von der Außenkante der Hecktraverse und 520mm vom rechten Radlauf entfernt. Um heranzukommen, muss um die Position der Lochmitte ein 200x200mm großen Rechteck ausgeschnitten werden.

Unter der Aluminium Innenverkleidung des Defender befindet sich an dieser Stelle jedoch ein Querträger aus massivem Stahl, der ebenfalls durchtrennt werden muss. QuerTRÄGER durchtrennen – trägt der nicht was, ist das nicht dämlich? Hmm. Tja. Was soll ich sagen. Bisher ist der Wagen nicht zusammengebrochen. Und er ist ja wirklich nicht im tadellosesten Zustand aller Zeiten… 😉 Muss jeder selbst wissen.

Die Abdeckung der Revisionsklappe

Für die Abdeckung des Lochs gibt es diverse Lösungen. Einige Leute schneiden sich etwas größere Platten Aluminium als vorher herausgetrennt zurecht und verschrauben diese dann in vorher in die Karosserie eingestanzte Gewindebolzen, andere Kleben den Kram einfach nur mit Tape fest. Freddy, unser Mechaniker des Vertrauens, hat sich hier eine schnelle und elegante Lösung einfallen lassen. Wir haben einfach kleine Alu-Streifen mit Bolzen an unserem herausgetrennten Stück befestigt und so den alten Teil Karosserie wieder als Deckel benutzt. Trägt nicht hoch auf, sieht gut aus und hält wunderbar. Schnell noch mit Karosserie Dichtmasse abgedichtet und dann einfach den Fußboden wieder drüber – unsichtbar und einsatzbereit (möge es nie soweit kommen).

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Offroad-Manufaktur für die Bereitstellung der Räumlichkeiten (und der abgefahrenen pneumatischen Karosserie-Handsäge 😀 ).

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