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Krankheiten, Mangowürmer und andere Parasiten

Wer sich vor Parasiten ekelt, sollte seinen Hund vielleicht besser nicht mit nach Afrika nehmen. Abgesehen von dem Klima, das einem europäischen Hund hier echt zu schaffen macht, gibt es so einiges, was ein Hund sich hier einfangen kann. Und nicht nur der…

 

Der Sandfloh

Der Sandfloh wohnt, wie der Name schon sagt, im Sand. Er ist nur ein paar Millimeter groß und befällt ein Tier oder einen Menschen beim Vorbeilaufen, Stehen, Liegen, etc. Am Fußballen des Hundes, zwischen den Zehen oder am Rande/unter den Fußnägeln eines Menschen nisten sich die Flohweibchen häuslich ein. Dort leben sie ca. 2- 3 Wochen. In dieser Zeit legen sie ordentlich Eier, aus denen neue Flöhe schlüpfen. Die Flöhe selbst sterben nach getaner Arbeit einfach ab. Unser Welpe hatte unter jedem Fuß anfangs, als wir ihn mitgenommen haben, sicher sechs Sandflöhe. Die sind nach ihrem Tode nach und nach ausgetrocknet und von alleine abgeheilt. Den Sandfloh erkennt man ab einem gewissen Wachstumsstadion an einem schwarzen Punkt, optisch ähnlich einer Dornenwarze, der ein kleines Loch ist durch das er Luft holt und Eier ausscheidet. Um den Floh herum ist eine gelbe bzw. hellere Eiermasse, lässt sich leicht mit Eiter verwechseln.

Ulli hat zuerst gedacht er hätte eine Warze am Fuß. Beim Auftreten hat es immer gepiekst wie eine Dornenwarze. Die Flöhe können auch ganz schön mies jucken. Wenn er gegen die Stelle gekommen ist, war ein ordentlicher Druck zu spüren.

Er hat den Fuß eingeweicht (Eau de Javelle sehr gut geeignet) und mit der Nadel um den schwarzen Punkt herum die Haut geöffnet. Nadel gut desinfizieren vorher, sonst kann es zu Infektionen kommen.

Was aus der Wunde rauskam, waren zig gelbe Eier und schlussendlich der schwarze Punkt. Die Wunde muss sorgfältig gesäubert werden. Am besten nach dem Rausholen des Flos und all der Eier, das Ganze mit Desinfektionsmittel auswaschen. Sally, unsere Senegalesin hat einfach immer Chlorwasser drauf gemacht. Zurück bleibt ein tiefes Loch, das bis zu erbsengroß sein kann. Dieses heilt nach und nach ab. Oft kommt ein Floh nicht allein, sondern es sitzen mehrere beieinander.

 

Der Mangowurm

Ich habe in meinem Leben vor dieser Reise noch nie einen Mangowurm gesehen. Lediglich davon gehört. Immer wieder hieß es, trocknet eure Wäsche bloß nicht wie viele Afrikaner auf dem Boden. Da legen Tumbufliegen (Mangofliegen) ihre Eier rein und die stechen sich durch eure Haut und ihr kriegt Mangowürmer.

Buah alles klar, das haben wir also vermieden.

Als ich einen Tag in der Vetclinic in Gambia mitgelaufen bin, um Tierarzt Michael Meyer und seiner Assistentin Fatou bei der Arbeit zu zu schauen, habe ich dann gelernt wie so ein Wurm in Wirklichkeit aussieht und wie man ihn heraus bekommt.

Hunde werden häufig von den Parasiten befallen, wenn sie auf dem Boden liegen. Wer mal ein bisschen Sand auf dem Boden zur Seite schiebt, sieht ab und an eine Ansammlung schwarzer Fliegen darin rumkräuchen. Diese legen ihre Eier dort in den Boden.

Hunde, die beispielsweise immer angebunden sind, können sich den Parasiten laut Tierarzt Michael nicht erwehren. Sie sind häufig im wahrsten Sinne des Wortes völlig durchsiebt von Mangowürmern. Den Mangowurm erkennt man an einer dicken Beule unter der Haut. Wer am Ende dieser Beule anfasst, dort die Haut ordentlich zusammendrückt und die Beule nach vorne rausschiebt, der kann den Wurm so herausdrücken. Die Haut öffnet sich und der Wurm platzt raus.

Laut Michael haben einheimische Hunde bezüglich der Mangowürmer einen riesen Vorteil gegenüber Rassen aus Europa. Ihre Haut ist dünner und der Wurm kommt leichter wieder heraus. Bei Rassen aus Europa ist die Haut oft dicker und so kann es darunter zu miesen Entzündungen führen. Beim Ausdrücken selbst kommt oft eine Menge Blut und Eiter mit heraus.

Parasiten wollen ihren Wirt laut Tierarzt Michael nie umbringen. Dann würden sie ja auch ihr Eigenheim verlieren. Ein gesunder Hund kommt also mit ein paar Parasiten ganz gut aus, soll heißen sie sind nicht akut lebensgefährlich.

Hier ein Video von unserem Hund Fufu, der nach einer Woche campen am Strand von Togo voller Mangowürmer war. Und wie wir sie ausgedrückt haben.

www.vetclinicgambia.com

Vetclinic Gambia HD (YouTube)

 

Hunde-Malaria (Babesiose oder Piroplasmose)

Ayos Hundefreundin Saida hat während der Reise leider Hundemalaria bekommen. Eines Tages lag sie nur noch völlig apathisch da und hat, entgegen ihrer Gewohnheit, nicht mal mehr fressen wollen. Ihre Nase war heiß und trocken und sie wollte nicht mehr aufstehen. Sie hat einfach nur noch da gelegen. Der Tierarzt, den unsere Schweizer Freunde gerufen haben, hat ihr eine Spritze gegeben, nach der es ihr zusehends immer besser ging. Er hat die Hundemalaria diagnostiziert und sagte unbehandelt führe diese zum Tod des Tieres.

Die Krankheit wird durch Zecken und Mücken übertragen.

 

Leishmaniose

Leishmaniose eine Krankheit, die durch weibliche Sandmücken übertragen werden kann und die die inneren Organe des Hundes schädigt. Die Symptome beim Hund können sein: Schwäche, Durchfall, Erbrechen, Milzvergrößerung und Lymphknotenschwellungen. Ekzeme und Krustenbildung sowie Haarausfall zeigen ein bereits ziemlich fortgeschrittenes Stadium auf.

Auf jeden Fall sofort bei Verdacht den Tierarzt aufsuchen.

Wir schützen unsere Hunde vor den Stichen der Sandmücke mit Scalibor, einem wirkstoffversehenen Halsband, dass in Nord- und West-Afrika eine sehr gute Wirkung zeigt.

Herzwürmer

Infizierte Stechmücken können die Wurmlarven durch einen Stich in den Hund abgeben. Die Würmer gelangen über Wochen irgendwann in die großen Blutgefäße von Herz und Lunge des Tieres. Dort wachsen sie auf eine Länge von bis zu 30 cm heran. Unentdeckt und unbehandelt führt das zum Tod des Hundes.

Es ist absolut wichtig deshalb die regelmäßige Wurmkur seines Hunde unbedingt einzuhalten! Und ihn so gut es geht vor Moskitos zu schützen.

 

 

Was es nicht alles gibt. Zum Glück hat sich Ayo bislang bis auf die Sandflöhe keine Parasiten oder Krankheiten mehr eingefangen. Wir hoffen schwer, dass es so bleibt.


 

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