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25.10.14

Wenn es eine Haschisch-Hochburg auf der Welt gibt, dann sind wir mittendrin.
Ob Mustafa oder Achmed, alle wollen uns (naja irgendwie nur Ulli ­čÖé ) Haschisch verkaufen und oder laden uns auf ihre Plantage ein.┬áÔÇťIst alles illegalÔÇŁ, sagt Mustafa. Aber von irgendwas m├╝sse er ja leben.┬áUnd er scheint nicht der Einzige zu sein, der das so sieht.

Umpacken

Nachdem wir gestern den Tag damit verbracht haben endlich mal die riesige Metallkiste und die Reservetanks von der R├╝ckbank des Autos aufs Dach zu verbannen (Ulli hat vier Stunden im “Copperfield-Style” Knoten erfunden, um alles Dingfest zu machen, um dann festzustellen, dass in der Kiste noch Sachen sind an die er ran muss ÔÇô also alles von vorn ÔÇô der Arme)

und ich unser Zelt endlich impr├Ągniert habe (mit Pinsel, Schwamm und einer riesen Dose offenen stinkenden Chemikalien bei 35 Grad Hitze auf dem Autodach). Dabei habe ich freih├Ąndige Dachtr├Ąger-Balanceakte mit akrobatischen H├Âchstleistungen vollzogen, die ich mir selbst nie zugetraut h├Ątte ­čÖé der unge├╝bte Impr├Ągnierpinseler sollte zumindest Schwindelfrei sein – gar nicht so leicht bei den D├Ąmpfen aus der Dose, deren Inhalt so ├Ątzend ist, das er im Nu die Plastikhandschuhe zerfressen hat. Auch nicht so schlau ist es, die Plastikt├╝tenverpackung des Schmiermittels ausgerechnet auf die Sprossen zu legen, auf denen man immer wieder mit den F├╝├čen Halt suchen muss. Aber nach vier mal beinahe-Ausrutschens war selbst mir das zu bl├Âde und ich habe die T├╝te weggekickt. Am Ende des 1-st├╝ndigen Impr├Ągnierkampfes den Ulli von unten geleitet hat, brennt meinen Haut. Meine Arme, meine Beine und mein Gesicht (ja mein Gesicht, auch dahin kommt der Schei├č, wenn man bewegungseingeschr├Ąnkt in der Hocke um eine Zeltecke streicht und das unter Aufsicht auch noch besonders gr├╝ndlich machen muss ÔÇô und das ohne vom Dach zu fallen). Abwaschen hilft jedoch.

Abenteuer blaue Medina

Dann ist es Zeit die blaue Medina zu erkunden. Die ist der Wahnsinn. Und zwar so sehr, das wir nur ca. 1 Meter Strecke in 10 Minuten zur├╝ck legen, weil ich mich halb tot fotografiere.

Unser Schneckentempo bringt uns mit allerlei Leuten ins Gespr├Ąch. Das ist ganz wunderbar. Noch wunderbarer ist die Art und Weise. Weil hier oben im Norden neben franz├Âsisch und arabisch auch spanisch gesprochen wird und jeder auch ein wenig versucht, uns mit ein paar Brocken Englisch oder sogar Deutsch zu begeistern, sind die Gespr├Ąche der reinste Sprachwahnsinn. Ach ich bin verliebt in diese Menschen!

Ein kleiner alter Mann erz├Ąhlt mir wie ÔÇťtr├ęs joliÔÇŁ er Ulli findet ­čÖé Witzig, in Indonesien letztes Jahr haben das auch alle gesagt und immer wieder sind es M├Ąnner, die das feststellen. Nachdem ich dem alten Mann erwidere, das auch er ÔÇťtr├ęs joliÔÇŁ ist, dr├╝ckt er vor Freude ganz fest meine Hand.

Etwas schr├Ąg wird es dann in einer Gasse, in der ein Mann versucht eine Katze zu angeln. Dinge gibts…

Zur├╝ck zum Haschisch

Beim Wandern heute auf den Berg hinter unserem Campingplatz konnte ich es kaum fassen. Quasi die gesamte Landschaft besteht aus riesigen braunen Feldern auf denen die Ernte gerade eingeholt wurde.

Dezent ist anders ­čÖé

├ťberall riechts nach Gras und dann kommt wieder ein Hauch von Ziegenscheisse dazwischen geweht.

Der Aufstieg auf den 1800 Meter hohen Berg ist wundersch├Ân. Angeblich kann man laut Lonely Planet einfach auf der anderen Seite wieder runtergehen und unten dann im Bogen zur├╝ck nach Chefchaouen.

Irrwege…

Scheinbar sind wir jedoch zu bl├Âde, um auf dem einspurigen einzigen Wanderweg ohne Abzweigungen richtig zu gehen. Auf der anderen Seite des Berges unten angekommen, erkl├Ąren uns weitere Hanf-Landwirte, das wir den Berg komplett wieder hoch m├╝ssen. Also den Weg den wir gekommen sind komplett zur├╝ck. Von einem Rundweg haben die hier noch nie etwas geh├Ârt. Naja was solls, war sch├Ân hier unten.

Ulli ist besonders tapfer. Ausgerechnet heute seine Schuhe einzulaufen war keine gute Idee. Seit einer Stunde nach Wanderbeginn, besteht quasi der ganze Kerl nur noch aus einer Blase. Als wir nach 8,5 Stunden Wandermarathon wieder im Camp ankommen l├Ąsst er sich jedoch leicht tr├Âsten. Eine kalte Dusche und eine Dose Ravioli und die Blasen sind nur noch halb so schlimm. Und wieder sitzen wir von diesem unfassbaren Abend-Panorama leuchtend roter Berge hinter mystischer Stadt!

Shukran Marokko! Danke danke danke und bis morgen ­čÖé

 

 

7 Responses

  1. Anna

    Oh man, jetzt seit ihr schon mitten drin im Riesen-Abenteuer!
    Es h├Ârt sich so toll an und die Bilder sind ein Traum. Ich hoffe nur Ullis Fu├č geht es bald besser, der sieht echt schlimm aus.

    Ich bin schon ganz gespannt auf die n├Ąchsten Berichte.
    Ganz dicken dr├╝cker an euch zwei ­čÖé

    Antworten
  2. Alexa H├Âber

    Hi,

    jetzt hab ich irgendwie die Verabschiedung verpasst, aber die Mail mit dem Link zum Blog bekommen. Vielen Dank! Habe eben alle Texte gelesen und die tollen Fotos gesehen. Hier wird es jetzt sch├Ân nass-kalt, seid froh, dass ihr unterwegs seid. Eine sch├Âne Reise noch, bin gespannt auf die n├Ąchsten Stationen!
    Alexa

    Antworten
  3. Florian

    Hi Ihr beiden! Ihr habt ja tats├Ąchlich meine AFRICA-Tasche mitgenommen, habe sie auf der W├Ąscheleine entdeckt!! Gute Reise weiterhin!

    Antworten
  4. Finn

    Liebe Lena, lieber Uli,

    ich vermisse euch sehr doll! Ich vermisse nachmittags nach der Schule auch sehr Bosse.
    Ich habe schon eure Geschichten aus Marokko gelesen und die Bilder gesehen. Das finde ich total sch├Ân alles!
    Gerade hatte ich Ferien und wir waren bei uns im Ferienhaus und wir haben dort ganz viele V├Âgel gesehen und einen Buntspecht. Au├čerdem habe ich einen Vogel vergraben, der leider tot in unserem Schuppen lag.
    Wir haben uns bei Martin R├╝tters Hundeschule informiert wielange ein Hund wohl so allein sein kann und bald gehen wir dort einmal hin und lassen uns beraten, welcher Hund genau zu uns passt. Aber trotzdem wird es wohl noch dauern bis wir den perfekten Hund gefunden haben. Und eigentlich war Bosse schon ziemlich perfekt.
    Paula, meine Freundin, war in den Herbstferien in der T├╝rkei und sie fand es richtig gut da.Und es hat mich sehr gefreut, dass sie mir von dort ein Armband mitgebracht hat.

    Ach, und das Beste ist: Bosse hat mir auch schon geschrieben!

    Passt sch├Ân weiter auf euch auf, ich lese immer eure Geschichten.
    Bis bald,
    Kuss
    euer Finn!

    Antworten
    • Lena
      Lena

      Lieber Finni, wie sch├Ân das du uns schreibst!!! Man das ist ja klasse das ihr euch bei Martin R├╝tter beraten lassen geht! Der Bosse vermisst dich sicher ebenso sehr wie du ihn! Der ist jeden Tag im Wald und muss arbeiten:) Darauf hat er glaub ich nicht so viel Lust wie mit dir am Strand Ball zu spielen!!:) Wenn du mal Lust hast kannst du ihn sicher besuchen und ihr st├Âbert durch den Wald und sucht gemeinsam nach spannenden V├Âgeln und vielleicht sehr ihr ja sogar ein Reh!:) Haha wer weiss, vielleicht kann Bosse dann immer mit deinem Hund spielen, wenn ihr einen passenden gefunden habt! Und wenn das noch ein bisschen dauert, ist Bosse schon wieder in Hamburg ehe du dich versiehst:) Das ist mega lieb von Paula! Ein Armband ist ein super Geschenk! Deine Armb├Ąnder haben Ulli und ich auch jeden Tag um. Und dein tolles Bild von Bosse klebt in meinem Tagebuch in das ich immer wieder schreibe:) Vermisse dich auch hier! Ich glaube Marokko w├╝rde dir gut gefallen!:) Hier gibt es viele Kinder die den ganzen Abend nach der Schule am Strand Fu├čball spielen. Und viele viele Hunde!:) Vorallem Sch├Ąferhunde, dabei kommen die doch aus Deutschland:) Und Kamele am Strand auf denen du reiten kannst:) Ich dr├╝cke dich ganz fest und freue mich mal wieder von dir zu lesen!:)) K├╝sse zur├╝ck, Lena

      Antworten
  5. Chris

    Liebe Lena, lieber Ulli,

    ich finde euren Blog klasse und lese alle Abenteuergeschichten gespannt durch!
    Besonders gut gef├Ąllt mir auch das Titelbild von diesem Eintrag und deswegen wollte ich fragen, ob ihr mir das in der Originaldateigr├Â├če senden k├Ânntet, denn ich m├Âchte das als Hintergrundbild f├╝r den Desktop verwenden. ­čÖé
    DSC_1662, falls euch das weiterhilft.

    Liebe Gr├╝├če aus Deutschland,
    Chris

    Antworten

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