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Aufgehängt…

Mega gechillt in der Hängematte auf dem Campingplatz abhängen. frisch geduscht und mit Arganöl eingeschmiert (quasi ein Re-Import von einem meiner letzten Marokko Urlaube 🙂 ) der Blick aufs Meer… So kann ein Abend zu Ende gehen. Warum eigentlich nicht immer so 🙂 Überhaupt ist es jetzt in den knapp zwei Wochen, die wir unterwegs sind, die erste richtige Hängemattenmöglichkeit.. Bisher haben Baumabstände zueinander oder zum Auto (mit der Schwierigkeit solarladekompatibler-Parkmöglichkeiten) nie zusammen gefunzt.
Das muss ab jetzt öfter klappen! 🙂

Seit dem letzten Eintrag ist viel und irgendwie auch nichts passiert … Der Abschied von El Jadida ist mir trotz strömenden Regen und einer leeren Autobatterie sehr schwer gefallen, zum Einen und irgendwie auch nicht, zum Anderen. Ich weiß, dass die Gegebenheiten zum Surfen, Longboarden, die Nähe zum Strand und Souk nicht selbstverständlich sind. Das ist hier quasi ein Traum. Leeres Line up und alles mit dem Longboard im Nu erreichbar.
Aber sechs Nächte reichen auch irgendwie.

Mauer Freundschaft…

Ashraf (der Junge von der Mauer) und ich haben am Ende tatsächlich noch ein wenig geredet. Das hat mich riesig gefreut. Er war echt niedlich und seine unerschütterliche Neugier, trotz fast völliger Kommunikationslosigkeit unsererseits (französisch ist für mich echt eine riesen Überwindung – ich mag die Sprache irgendwie einfach nicht. Nicht mal “ja” kann ich auf französisch sagen, statt “oui” kommt immer nur “si” raus…) war schon beachtlich. Am Ende wollte er unbedingt noch unseren Facebook Kontakt 🙂 Das hat hier echt jeder. Auch, wenn er in einer Steinhütte hinter einer Mauer wohnt. Was mir bisher gar nicht klar war ist, wie schwer Marokkaner es haben unsere Schrift zu Lesen. Ich muss alles in großen Lettern schreiben, kleine kennen sie meist nicht. Aber klar, sie haben ja auch ein ganz anderes Alphabet. Nur darüber habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht. Und wahrscheinlich ist es schon schwierig genug, alle Großbuchstaben zu lernen… Ich möchte auch nicht arabisch schreiben lernen müssen…

Engländer Alarm 🙂

Ohne Garys Starthilfe (verrückter, im Camper lebender Engländer), wären wir auf jeden Fall erst gar nicht aus El Jadida weg gekommen.
Gary ist klein und quirlig. Das trifft’s wohl am besten. Wenn wir morgens um sieben aufstehen, ist Gary schon seit mindestens zwei Stunden mit dem Fahhrad unterwegs. Irgendwo durch die Gegend heizen, frische Minze kaufen oder sich beim unter-Angelschnüren-durch-cruisen beinahe aufhängen. Gary ist zum Schreien komisch 🙂 Immer gut drauf, immer unterwegs zu irgendwas und einfach mega authentisch dabei. Gestern lag er plötzlich einfach mitten auf dem steinigen Gehweg und hat auf dem Rücken liegend im Staub Dehnübungen gemacht. Ich dachte erst er sei in Ohnmacht gefallen, weil er sich kaum bewegt hat. Er ist Handwerker und sein ganzes Hab und Gut ist der Van. Der ist voll gepackt mit seinem Mountainbike, drei Surfboards und dem Nötigsten, was er so zum Leben braucht. Er ist Mitte 40 und verbringt jeden Winter dort, wonach ihm gerade die Laune steht. Mit seinem Job scheinbar kein Problem. Seine Mama versucht ihm wohl immer irgendwas für den Camper zu schenken. Was er dann immer ablehnen muss, weil das Ding halt schon voll genug ist (da kenne ich eine Mutter, die sich sicher blendend mit seiner verstehen würde 🙂 Mama ich habe ihm von dem kleinen, dezenten und faltbaren Fotokissen erzählt und er hat sich weggeschmissen 🙂 )
Auf Geay treffen wir auf jeden Fall wieder. Das weiß ich jetzt schon 🙂
Und das auch ohne Facebook 🙂

Küsten Kinder

Der Weg nach Essouira die Küstenstraße entlang, soll einer der imposantesten hier in Marokko sein. Bei dem Regen und der Gischt, die vom Wind die Felsen hochgespritzt wird, sehen die Buchten richtig mystisch aus.

Aber egal in welchem kargen Landstrich wir anhalten – für Fotos oder Pinkelpause – keine zwei Minuten und wir sind entdeckt. Irgendwo im Nirgendwo hat uns ein Kind gesehen. Mit 100-prozentiger Sicherheit schmeisst es sich so schnell es kann in seine Schuhe und kommt zur Straße runter gewetzt, um zu betteln.
Das finde ich echt erschreckend. Klar haben die Menschen hier am Arsch der Welt sicher nicht viel. Aber wie kommt diese selbstverständliche Bettellaier in die Köpfe der Kinder? Sind es die Touristen, die von sich aus immer mal Kindern ein paar Münzen in die Hand drücken und sie damit auf die dumme Idee bringen, dass das lukrativ ist? Oder stiften ihre Eltern sie dazu an? (Das kann ich mir kaum vorstellen, ich denke die Meisten würden sich schämen, wenn sie davon wüssten.) Aber von selbst kommen diese Kinder doch nicht auf die Idee, oder? Auf jeden Fall gebe ich Ihnen nichts. Nicht weil ich geizig bin, sondern weil ich so ein Verhalten krass finde und ich Ihnen nicht das Gefühl geben will, mit Betteln etwas erreichen zu können. Auch wenn’s mir schwer fällt, die traurigen Kinderaugen im Rückspiegel zu sehen…

Auf der Straße kommen wir an zwei überfahrenen Eseln vorbei. Die werden einfach wie Müll zurück gelassen. Was soll sonst wohl auch mit Ihnen passieren… (Finni hätten wir dich dabei gehabt, hätten wir sicher angehalten, eine große Schaufel besorgt und sie beerdigt! 🙂 )Ich hoffe nur sie waren schnell tot.

Meet the friends …

Was in Hamburg so selten Möglich ist, wird in Marokko Wirklichkeit 🙂
In Essouira treffen wir uns mit Freunden. Und siehe da, das geht auch in einer fremden Stadt in einem anderen Land ganz ohne WiFi und Telefon 😉

Super schön und doch wahnsinnig surreal die Beiden zu sehen. Gedanklich bin ich gerade ein wenig auf unserer Reise angekommen und schwups kommt ein Stück Heimat angeflogen. Und schon sind all die Kilometer, die wir bisher zwischen hier und Hamburg zurück gelegt haben, wie wegradiert 🙂 Aber es ist einfach toll mal ein bisschen Zeit abseits des Alltags füreinander zu haben. Und wenn man gar nicht mehr macht als einfach irgendwo lang zu laufen, zu quatschen, zu trinken und zu essen.

Mal ganz fein aus 🙂

Und so landen wir am Ende eines super Tags in einem Restaurant, was aus zwei Tischen besteht. Der marokkanische Besitzer, wie sollte es anders sein, hat einen Cousin in Hamburg Altona. Der Cousin hat in Hamburg beim Film gearbeitet und ist natürlich ein Bekannter von unserem Freund Christian. (Selbst in einer abgelegenen Wohngegend mitten in der Nacht in Marokko, wundert es mich nicht, das Christian wieder wen kennenlernt der jemanden kennt, den er kennt… 🙂 ) Was mich viel mehr erstaunt ist, wie sich das Essen für den Restaurantbesitzer rechnet. Wir kriegen ein hammer Menu. Flambierte Birne mit Käse, Salat und Himbeeren. Für gerade mal 1,80 Euro. Dazu Tee und als Nachtisch Schokoladenkuchen mit Crème.
Ulli und ich als Käsefanatiker versuchen immer mal wieder bezahlbaren Käse im Supermarkt zu finden und enden immer jedes Mal bei geschmacklosem Scheiß für satte 3 Euro. So ein Käse wie dieser hier kostet im Supermarkt sicher 9 Euro. Wie kann sich das rechnen? Und obwohl es hier überall gefühlt mehr Ziegen als Menschen gibt, habe ich noch keinen Straßenhändler oder Marktverkäufer mit Käse gesehen…

Zu viele wirre Gedanken für einen Abend in der Hängematte..

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